Es erklingen wieder frische Töne an der Jugendkunstschule!

Die letzte Woche war für alle Mitarbeiter der Jugendkunstschule Waldenburg sehr aufregend, denn das neue Schuljahr 2020/2021 hatte begonnen. Und das bedeutete – neue SchülerInnen, die sich dafür entschieden haben, während des Musikunterrichts ein Instrument zu erlernen. Natürlich sollte dies nicht nur im Einzelunterricht erfolgen, sondern auch in der Gemeinschaft. So wurden, wie es schon seit vielen Jahren an der Jugendkunstschule Brauch ist, die Kinder des Gymnasiums und der Oberschule auf zwei verschiedene Klassen aufgeteilt, die Band- und die Bläserklasse. Hinter diesen beiden Klassen verbergen sich zahlreiche Musikinstrumente, die nur darauf warteten, von neugierigen Kinderhänden ausprobiert zu werden. Doch leider konnte in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Corona-Situation kein Instrumenten-Karussell stattfinden, bei welchem die Kinder und Lehrer hätten herausfinden können, welches Instrument am besten für sie geeignet wäre. Daraufhin wurden sie angehalten, stattdessen einen Wunschzettel mit 3 Wünschen auszufüllen. Diese Wunschzettel stellten die Mitarbeiter der Jugendkunstschule vor einige Herausforderungen, denn alle waren auf der einen Seite bestrebt, die Wünsche zu berücksichtigen und keinen unglücklich nach Hause gehen zu lassen. Auf der anderen Seite musste aber auch gewährleistet werden, dass jedes angebotene Instrument auf sinnvolle Art und Weise besetzt würde. So wurde sich eine Strategie überlegt, die möglichst viele SchülerInnen glücklich machen sollte. Zuerst verteilte man alle nach ihren Erstwünschen auf die Instrumente. Sollten bei einem Instrument mehr Bewerbungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, so loste man unter den Bewerbern für dieses Instrument die geforderte Anzahl aus und verteilte die restlichen SchülerInnen entsprechend nach ihrem Zweitwunsch. Das Verfahren wurde bis zum Drittwunsch so fortgeführt und diejenigen, die sich nicht aufteilen ließen, wurden ausgelost und auf die restlichen unterbesetzten Instrumente verteilt. Somit konnte erreicht werden, dass die Mehrzahl der Kinder mit ihrem Instrument zufrieden sein konnte und außerdem ein vollständiges Orchester und eine vollständige Band zusammenkamen. Denn welche Band hat schon 10 Keyboarder und keinen Bassisten? Oder welches Orchester hat 20 Klarinetten, aber keine einzige Posaune oder Tuba? Diese Instrumente geraten leider meist in Vergessenheit, dabei sind sie diejenigen, von denen die anderen Musiker getragen werden und nur mit ihnen ein vollständiger Klang erzeugt wird. Jedes Instrument ist ein wichtiger Bestandteil eines großen Konstrukts. Jedes Instrument ist ebenso wichtig wie das andere, denn nur zusammen klingen sie am schönsten. Somit ist jedes Kind mit seinem Instrument, ob Wunschinstrument oder nicht, ein bedeutender Bestandteil einer Gemeinschaft, die mit dem Verlust eines einzigen an Spaß verlöre. Aber das ist nicht der Sinn des Ganzen. Der Sinn hinter diesem System ist es, den SchülerInnen die Freude und den Spaß am gemeinsamen Musizieren näherzubringen. Dies sollte auch gelingen, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt.

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Musizieren!

 

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